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	<title>Privatpraxis Dr. med. Miersch</title>
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	<description>Traditionelle Chinesische Medizin in Rosenheim</description>
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	<title>Privatpraxis Dr. med. Miersch</title>
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		<title>Immunsystem stärken &#8211; grippalen Infekten vorbeugen!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[kmiersch]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Aug 2025 13:45:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kneipp]]></category>
		<category><![CDATA[Naturheilverfahren]]></category>
		<category><![CDATA[grippaler Infekt]]></category>
		<category><![CDATA[Immunsystem]]></category>
		<category><![CDATA[Naturheilkunde]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbeugung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jetzt ist die richtige Zeit, um grippalen Infekten im Winterhalbjahr vorzubeugen und unser Immunsystem zu stärken! Meistens beginnt die „Erkältungszeit“ Ende September. In München wird die erste Welle auch gerne&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.praxis-dr-miersch.de/immunsystem-staerken-infekten-vorbeugen/">Immunsystem stärken &#8211; grippalen Infekten vorbeugen!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.praxis-dr-miersch.de">Privatpraxis Dr. med. Miersch</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Jetzt ist die richtige Zeit, um grippalen Infekten im Winterhalbjahr vorzubeugen und unser Immunsystem zu stärken! Meistens beginnt die „Erkältungszeit“ Ende September. In München wird die erste Welle auch gerne als „Wiesngrippe“ bezeichnet. Wenn wir erst im Herbst anfangen, unser Immunsystem zu trainieren, ist es also bereits zu spät!</p>
<p>Was also können wir selber ohne große Kosten und Mühen tun, um unser Immunsystem für die kalte Jahreszeit abzuhärten?</p>
<h3>Definition grippaler Infekt</h3>
<p>Als grippaler Infekt wird ein Virusinfekt der oberen Atemwege bezeichnet. Dabei handelt es sich um eine Auseinandersetzung zwischen eines in unseren Organismus eindringenden Virus und unserem sich wehrenden Körper. Die Symptome, die dabei entstehen, sind Ausdruck unseres Abwehrverhaltens. Handelt es sich um einen schwachen Eindringling, sind die Symptome meist mild und klingen auch bald wieder ab. Oft merken wir gar keine richtigen Krankheitsgefühle, sind vielleicht nur etwas schlapp. Ist der Virus „stark“, kommt es zu heftigeren Abwehrreaktionen mit Fieber und den anderen üblichen Infektzeichen. Ist der Virus vielleicht gar nicht so stark, unser Immunsystem aber sehr schwach, kommt es zu milden Symptomen, die aber schleichend und länger verlaufen, ohne wirklich zu verschwinden.</p>
<h3>Vorbeugungsmaßnahmen</h3>
<p>Ein Infekt kann auch durch gewisse Verhaltensweisen vermieden werden. Zum Beispiel hilft das Meiden größerer Menschenmengen, regelmäßiges Händewaschen und das Meiden bereits erkälteter Menschen.</p>
<p>Sehr wichtig wäre auch, dass wir vorherige Infekte komplett auskurieren. Sonst ist unser Immunsystem durch die anhaltende Auseinandersetzung mit dem letzten Virus geschwächt und kann nicht optimal auf einen neuen Virus reagieren. Beim Auskurieren in einer angemessenen Zeit hilft ein gut trainiertes Immunsystem!</p>
<p>Die dritte wichtige Komponente der Vorbeugung ist die sogenannte Abhärtung des Immunsystems. Dafür gibt es verschiedene Strategien, um einerseits unsere Schleimhäute, andererseits unsere Abwehrzellen zu stärken.</p>
<p>Eine gesunde, also feuchte und gut durchblutete Schleimhaut der oberen Atemwege ist sehr wichtig bei der Infektabwehr, da hier die Viren erstmals mit uns in Berührung kommen und in unser System eindringen können. Zigarettenrauchen sollte also möglichst vermieden werden, um eine Austrocknung zu verhindern. Auch der Aufenthalt in klimatisierten Räumen, die meist eine sehr geringe Luftfeuchtigkeit aufweisen, sollte im ganzen Jahr so gut wie möglich vermieden werden, um eine ständige Austrocknung der Schleimhäute zu verhindern. Sollten Sie trotzdem viele Stunden am Tag einer Klimaanlage oder aus anderen Gründen sehr trockener Luft ausgesetzt sein, empfiehlt sich die regelmässige Benutzung von Meerwassernasenspray. Oder gibt es die Möglichkeit, einen Luftbefeuchter zu nutzen? In den Wintermonaten trocknen die Innenräume meistens durch das Heizen stark aus. Hier hilft es zumindest teilweise, die Zimmertemperatur niedriger zu wählen und sich stattdessen wärmer anzuziehen bzw. sich regelmässig zu bewegen, siehe Blogbeitrag <span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="https://www.praxis-dr-miersch.de/winterbekleidung-nach-kneipps-prinzipien-gesundheit-und-wohlbefinden-foerdern/" target="_blank" rel="noopener">„Winterkleidung“</a></span>.</p>
<p>Auch ein Auskühlen der Schleimhäute begünstigt das Eindringen von Viren. Durch die Auskühlung wird die Schleimhaut nicht mehr ausreichend durchblutet und es gelangen weniger Abwehrzellen in die Schleimhäute. Am besten hilft ein gut trainierter Blutkreislauf beim Erwärmen der Schleimhäute, zum Beispiel durch regelmäßige Bewegung. Reicht das nicht mehr aus, kann auch ein heißes Kopfdampfbad angewendet werden, siehe Blogbeitrag <a href="https://www.praxis-dr-miersch.de/die-heilsamen-kraefte-des-wassers-anwendungen-nach-den-prinzipien-von-pfarrer-kneipp/" target="_blank" rel="noopener"><span style="color: #000000;">„Wasseranwendungen“</span></a>.</p>
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<h3>Regelmäßiges Training für das Immunsystem</h3>
<p>Wie trainieren wir nun allgemein unser Immunsystem? Hier hilft uns die naturheilkundliche Lehre nach Pfarrer Kneipp mit ihren 5 Säulen der Einflussfaktoren auf die Gesundheit.</p>
<h5>Lebensordnung</h5>
<p>Grundlegend für die Gesundheit im Allgemeinen ist die Lebensordnung. Speziell für das Immunsystem ist ein entspannter und reaktionsfähiger Organismus wichtig. Diesen Zustand erreichen wir unter anderem durch ausreichend Nachtschlaf, Vermeidung bzw. Beseitigung lang anhaltender Stressoren und einen regelmäßigen Wechsel von Anspannung und Entspannung. Dabei wird unter Entspannung nicht das „Nichts-Tun“ verstanden, sondern angenehme Tätigkeiten, die uns Freude bereiten und Energie geben.</p>
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<h5>Bewegung</h5>
<p>Regelmäßige Bewegung ist essentiell für ein gesundes Immunsystem. Es sollte bevorzugt körperliche Aktivität an der frischen Luft stattfinden. Dadurch kommt es unter anderem zu einer Verbesserung der Durchblutung und Sauerstoffversorgung der inneren Organe, einem Abbau von Stresshormonen und einer Verbesserung der Reaktionsfähigkeit der Schleimhäute und der Körperwärmeregulation auf Witterungseinflüsse. Ein regelmäßiges körperliches Training führt auch dazu, dass der Körper später im Falle eines schwereren Infektes besser mit hochfieberhaften Zuständen umgehen kann.</p>
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<h5>Phytotherapie</h5>
<p>Der Einsatz von Kräutertees gehört zu den 5 Säulen dazu, ist jedoch vor allem in der Behandlung von grippalen Infekten wichtig. Vorbeugend könnten in der kälteren Jahreszeit wärmende Tees zum Einsatz kommen, die ein Auskühlen der Schleimhäute und der Extremitäten teilweise verhindern können. Siehe dazu auch den Blogbeitrag <a href="https://www.praxis-dr-miersch.de/waermende-gewuerze-fuer-den-winter-tipps-aus-der-traditionellen-chinesischen-medizin-tcm/" target="_blank" rel="noopener">„wärmende Gewürze“</a>. Im Falle einer Erkältung ist es hilfreich, eine entsprechende Teemischung bereits zu Hause zu haben. Sorgen Sie also vor! Neigen Sie zu trockenen Schleimhäuten? Dann wäre ein Reizhustentee, sinnvoll, ein allgemeiner Erkältungstee für das Anfangsstadium einer Erkältung, ein Husten- und Bronchialtee, falls Sie dazu neigen im Verlauf eine Bronchitis zu entwickeln. Dies sei nur erwähnt, um einige Beispiele zu nennen. Genauere Angaben finden Sie in meinem baldigen Blogbeitrag über die Behandlung banaler grippaler Infekte mit Naturheilkunde.</p>
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<h5>Ernährung</h5>
<p>Das ganze Jahr über ist eine vitaminreiche Ernährung wichtig! Vor allem Vitamin C, aber auch sehr viele andere sekundäre Pflanzenstoffe werden für das Immunsystem regelmäßig benötigt. Achten Sie bitte deshalb darauf, so viel Gemüse, frische Kräuter und Obst in Ihren Speiseplan einzubauen wie möglich und dabei auch immer mal wieder andere Sorten auszuprobieren! Den höchsten Vitamingehalt haben meist frisch geerntete Pflanzen, also achten Sie auf regionale Angebote, kurze Lagerzeiten und eine schonende Zubereitung! Vielleicht haben Sie ja sogar die Möglichkeit, selber ein paar essbare Pflanzen oder zumindest Kräuter am Küchenfenster oder auf dem Balkon anzubauen?</p>
<p>Auch ist eine ausreichende Versorgung mit Proteinen wichtig, damit der Körper genug Aminosäuren für die Produktion der Abwehrkörper zur Verfügung hat. Dabei reicht ca 1g pro Kilogramm Körpergewicht in der Regel aus. Wechseln Sie hier bitte auch die Proteinquellen regelmäßig ab, um ausreichend essentielle Aminosäuren aufzunehmen.</p>
<p>Wichtig für ein starkes Immunsystem ist auch unsere Darmgesundheit. Diese können Sie unter anderem durch ein reichhaltiges Angebot an Ballaststoffen und milchsäurehaltige Lebensmittel wie zum Beispiel fermentiertes Gemüse im Speiseplan  unterstützen.</p>
<p>In der kalten Jahreszeit bietet sich eine Umstellung des Speiseplanes hin zu wärmenden und nahrhaften Suppen und Eintöpfen an. Dabei können auch <a href="https://www.praxis-dr-miersch.de/waermende-gewuerze-fuer-den-winter-tipps-aus-der-traditionellen-chinesischen-medizin-tcm/" target="_blank" rel="noopener">wärmende Gewürze</a> verwendet werden.</p>
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<h5>Wasseranwendungen</h5>
<p>Womit wir spätestens im Hochsommer beginnen sollten, sind die Kaltwasseranwendungen zum Training des Immunsystems. Dabei werden gezielte Kältereize vor allem an Füßen und Beinen gesetzt, um das vegetative Nervensystem anzuregen und dadurch einen positiven Effekt auf das Immunsystem zu erreichen. Der genaue Effekt ist wissenschaftlich noch nicht genau bekannt. Fakt ist jedoch, dass wir durch die regelmäßige Abhärtung mit kaltem Wasser ein schneller reagierendes Immunsystem erhalten und somit aktiv zur Vorbeugung von Infekten beitragen können. Die genauen Anwendungen sind im Blogbeitrag <a href="https://www.praxis-dr-miersch.de/die-heilsamen-kraefte-des-wassers-anwendungen-nach-den-prinzipien-von-pfarrer-kneipp/" target="_blank" rel="noopener">Wasseranwendungen</a> erklärt. Die folgenden Regeln sollten unbedingt beachtet werden:</p>
<ul>
<li>Nie kaltes Wasser auf kalte Haut geben! Kälte darf grundsätzlich nur angewendet werden, wenn wir uns wohlig warm fühlen und auch die Füße und Beine (oder die Arme bei Armgüssen/Bädern) gut durchwärmt sind. Direkt nach der Kälteanwendung sollten wir uns bewegen oder im noch warmen Bett wiedererwärmen können. Schaffen wir das nicht, war der Kältereiz zu stark und beim nächsten Mal wenden wir ihn kürzer an. Zur Wiedererwärmung wäre dann ein heißes Fußbad hilfreich, um stundenlang kalte Füße zu vermeiden. Bei regelmäßiger Anwendung gelingt bald eine Steigerung des Kältereizes in Dauer und Intensität. Dadurch halten wir auch im Winter Kälte besser aus und reagieren schneller mit einer Steigerung der Durchblutung.</li>
<li>Gerade die Sommertage, wenn die Luft noch warm ist, eignen sich sehr gut für den Beginn der Wasseranwendungen, da die Wiedererwärmung leichter gelingt. Beginnen Sie zu spät, also im Herbst, ist die Gefahr, dass Sie sich durch die anfangs ungewohnte Kälte schwächen, größer.</li>
</ul>
<p>Sie haben nun einige eher unspektakuläre, aber sehr wirksame Methoden kennengelernt, um Ihr Immunsystem zu unterstützen. Bei allen genannten Methoden ist es sehr wichtig, dass sie regelmäßig angewendet werden, um ihre Wirkung entfalten zu können. Viele Tipps lassen sich auch gut kombinieren! Steigen Sie zum Beispiel am Ende einer Wanderung in den kalten Bach am Wegesrand. Oder sammeln Sie bei einem Spaziergang Wildkräuter, die Sie in Ihren Salat mischen. Sie kennen sich nicht aus, welche Pflanzen essbar sind? Achten Sie auf Angebote zu Kräuterwanderungen in Ihrer Umgebung! Sie werden überrascht sein, wieviele nützliche Pflanzen in Ihrer Umgebung wachsen, die Sie bisher achtlos als „Unkraut“ angesehen haben!</p>
<p>Sie konnten den grippalen Infekt doch nicht verhindern? In Kürze folgt ein Blogbeitrag über die Behandlung von banalen Infekten mit naturheilkundlichen Mitteln.</p>
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		<title>Die heilsamen Kräfte des Wassers</title>
		<link>https://www.praxis-dr-miersch.de/die-heilsamen-kraefte-des-wassers/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[kmiersch]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Aug 2025 10:31:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kneipp]]></category>
		<category><![CDATA[Fußbad]]></category>
		<category><![CDATA[Guß]]></category>
		<category><![CDATA[Immunsystem]]></category>
		<category><![CDATA[vegetatives Nervensystem]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wasseranwendungen nach Pfarrer Kneipp Wenn wir von Wasseranwendungen reden, dann meinen wir die äußerliche Anwendung von Wasser oder Wasserdampf. Wir verwenden es als Speicher thermischer Energie, also Kälte oder Wärme.&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.praxis-dr-miersch.de/die-heilsamen-kraefte-des-wassers/">Die heilsamen Kräfte des Wassers</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.praxis-dr-miersch.de">Privatpraxis Dr. med. Miersch</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2><strong>Wasseranwendungen nach Pfarrer Kneipp</strong></h2>
<p>Wenn wir von Wasseranwendungen reden, dann meinen wir die äußerliche Anwendung von Wasser oder Wasserdampf. Wir verwenden es als Speicher thermischer Energie, also Kälte oder Wärme. Damit nehmen wir Einfluß auf unser vegetatives Nervensystem, auf die lokale Durchblutung und das gesamte Kreislaufsystem, auf die Haut und über hier liegende Reflexzonen auf die inneren Organe und auch auf das Immunsystem und die hormonellen Systeme. Wann wende ich nun kaltes und wann warmes Wasser an?</p>
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<h3><strong>Wirkung der Kaltreize</strong></h3>
<p>In den Lehren von Pfarrer Kneipp dienen Wasseranwendungen dazu, um die Regulationsfähigkeit des gesamten Organismus mit den oben genannten Systemen zu verbessern. Das Prinzip ist einfach: ein Kältereiz an der Haut führt zur Stimulierung besonderer Kälterezeptoren und zu einem Zusammenziehen der örtlichen Blutgefässe und in der Folge zu deren Erweiterung. Das hat eine verstärkte Durchblutung des betroffenen Areals und dadurch eine Erwärmung zur Folge hat. Voraussetzung dafür ist, dass der Kältereiz nur kurz, Sekunden, anhält. Wird der Kältereiz zu viel und zu lange angewendet, kommt es zur längeren Unterkühlung der Region und eine Wiedererwärmung ist allein durch Weglassen des Kältereizes nicht mehr möglich. Bei regelmäßiger Anwendung entsteht ein Trainingseffekt. Extrembeispiel sind die Eisbader im Winter! Häufige Wiederholungen mit langsamer Steigerung der Reizstärke führen unter anderem zu einer Regulation des vegetativen Nervensystems mit verbesserter Streßtoleranz, der Muskelspannung, der Durchblutung und zu einer verbesserten Reaktionsfähigkeit des Immunsystems.</p>
<p>Einfachste Anwendungsindikation wären zum Beispiel chronisch kalte Füße. Dabei gilt aber eine wichtige Regel: Kälteanwendungen dürfen ausschliesslich auf warmer Haut angewendet werden. Es nützt nicht, wenn wir mit kalten Füßen in einen Gebirgsbach steigen! Um die Füße, um im Beispiel zu bleiben, vor der Kälteanwendung zu erwärmen, könnte ein kurzer Spaziergang, Seilhüpfen oder Treppensteigen hilfreich sein. Dann folgt die Kaltwasseranwendung. Danach sollten die Füße nicht abgetrocknet werden, sondern für den besseren Effekt mit feuchten Füßen zurück in die Socken und Schuhe und gleich wieder in Bewegung kommen. Tritt dann ein wohlig-warmes Gefühl an den Füßen ein, ist das Ziel erreicht.</p>
<p>Voraussetzung zur Anwendung von Kältereizen ist also eigene Körperwärme. Schaffen wir es nicht aus eigener Kraft, den betreffenden Körperteil zu erwärmen, erzielt ein Kaltreiz nicht die gewünschte Wirkung, sondern kühlt uns nur aus. Am einfachsten ist es, wenn man die Bettwärme ausnutzt und den Kaltreiz morgens direkt nach dem Aufstehen oder sogar noch im Bett liegend anwendet. Mobile Menschen sollten sich danach sofort bewegen und dadurch erwärmen, immobile Menschen wie zum Beispiel ältere, schwer kranke oder gehbehinderte Personen, legen sich gleich wieder zurück ins noch warme Bett.</p>
<p>Kaltreize sind zur langfristigen Verbesserung der Eigenregulation geeignet. Für alle hier genannten Kaltreize gilt eine Wassertemperatur von 10-14 Grad Celsius. Wer wärmeres Leitungswasser hat, behilft sich mit einer Gießkanne und dem kalten Wasser zugefügten Eiswürfeln!</p>
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<h3><strong>Methoden für Warmreize</strong></h3>
<p>Wir können Wärme- und Kaltreize anfangs kombinieren, solange unser Körper es noch nicht schafft, schnell genug auf Kaltreize zu reagieren. Hier hilft zum Beispiel ein heisses Fußbad für wenige Minuten, was immer mal wieder durch sekundenlange Kaltreize unterbrochen wird, bzw. Wechselduschen im selben Verhältnis.  Kommt es nach dem letzten Kaltreiz nicht zur Wiedererwärmung, schliessen wir die Serie mit einem Wärmereiz ab. Als wichtigste Regel gilt: nach der Anwendung sollten wir nicht frieren oder länger als wenige Minuten kalte Füße haben!</p>
<p>Eine weitere Anwendung eines Wärmereizes ist das Kopfdampfbad bei akuten Erkältungen bzw Kältegefühlen im Kopfbereich. Dies erwärmt den unterkühlten Bereich und beugt Erkältungskrankheiten vor.</p>
<p>Bei gerade beginnenden Erkältungen ist ein heißes Fussbad sehr hilfreich, evtl noch unterstützt durch die Zugabe gemahlener schwarzer Senfsamen ins Wasser. Doch Vorsicht, dieser Zusatz kann zu Hautreizungen bis zu Verbrennungen führen, wenn man zu hoch dosiert oder zu lange anwendet.</p>
<p>Als nächstes möchte ich die Wärmeanwendung bei Muskelverspannungen erwähnen. Hier hilft Wärme oft besser entspannend als jedes Schmerzmedikament! Es gibt verschiedene Anwendungsmethoden, ein heißes Teil- oder Vollbad, Wärmeauflagen in Form von Wärmflasche oder Kirschkernkissen oder auch die Anwendung der heißen Rolle, die allerdings nicht allein angewendet werden kann und einiger Übung bedarf. Die heiße Rolle kann auch bei akuten Stresszuständen zur Beruhigung des vegetativen Nervensystems eingesetzt werden.</p>
<p>Wärme hilft auch gegen Bauchkrämpfe und Blasenentzündungen, am besten in Form einer Wärmflasche.</p>
<p>Bei allen Wärmeanwendungen gilt: Vorsicht vor Hautschäden durch zu heißes Wasser oder zu lange Anwendung!</p>
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<h3><strong>Durchführung der Kaltreize</strong></h3>
<p>Für einen bisher unerfahrenen „Kneippianer“ empfehle ich, mit Tautreten oder Wechselduschen zu beginnen.  Schnell kann dabei jeder seine individuell benötigte und erträgliche Reizstärke erkennen.</p>
<p>Bei der Wechseldusche würde ich mir eine Gießkanne mit kaltem Wasser neben die Dusche stellen. Nach warmer Dusche gießen wir das kalte Wasser über die Unterschenkel, beginnend am rechten Fuß, erst hier außen bis zum Knie, dann innen bis zum Knie, dann hinten, dann das andere Bein entsprechend. Dann wieder heiß abduschen. Der Vorgang kann mehrmals wiederholt werden, abschließend sollte immer heißes Wasser angewendet werden.</p>
<p>Wer die Möglichkeit zum Tautreten hat, kann damit ab dem Frühling beginnen. Man geht mit warmen nackten Füßen einige Schritte durch das taunasse Gras, bis die Füße sich kalt anfühlen. Das geschieht anfangs sehr rasch. Dann zieht man sich mit noch feuchten Füßen Socken und Schuhe an und geht rasch eine Runde, bis die Füße wieder warm sind. Tautreten sollte am besten täglich wiederholt werden, im Verlauf kann die Anwendungsdauer dann auch verlängert werden.</p>
<p>Wer „mehr“ will und auch aushält, kann täglich morgens kalte Kniegüsse ohne wärmende Dusche anwenden. Am besten geht man auch hier direkt nach der Anwendung aus dem Haus und bewegt sich bis zur Wiedererwärmung der Füße. Die Güsse können dann bis zur Hüfte oder sogar bis zum Bauchnabel erweitert werden. Für besonders abgehärtete kann auch ein Oberguß erfolgen, also der Wasserguss über den Rücken vom Hals abwärts. Dabei ist zu beachten, dass hier nicht nur die übliche Wassermenge aus einem Duschkopf benutzt werden soll, sondern eine kompakte Wassersäule wie zum Beispiel aus einer Gießkanne. Oder man schraubt den Duschkopf ab und nimmt den Wasserstrahl direkt aus dem Schlauch.</p>
<p>Wer unterwegs ist oder auch eine Wassertretanlage in der Nähe hat, kann auch hier die Kaltwasseranwendung an den Beinen nutzen. Dazu ist knietiefes Wasser mit gutem Halt für die Füße geeignet, zum Beispiel ein kalter See oder ein flacher Bach oder eben ein Kneipp-Becken. Dabei geht man einige Sekunden bis zum deutlichen Kälteempfinden an den Beinen durch das kalte Wasser. Idealerweise hebt man bei jedem Schritt das Bein aus dem Wasser, damit ein Wechsel zwischen kaltem Wasser und wärmerer Luft entsteht. Dadurch kommt es zu dem sehr typischen und charakteristischen „Storchengang“.</p>
<p>Sehr erfrischend und belebend ist auch das Armbad oder der Armguß. Dabei taucht man die nackten warmen Arme komplett für mehrere Sekunden in ein Kaltwasserbecken oder gießt kaltes Wasser, beginnend an den Händen, bis zur Schulter über beide Arme.</p>
<p>Bitte vergessen Sie keinesfalls die allseits bekannten Wadenwickel! Man verwendet hierbei in lauwarmes Wasser getränkte Tücher, die man fiebernden Patienten um die Waden wickelt, während sie im Bett liegen. Das führt zu einem Absenken der Temperatur und oft benötigt man dann keine fiebersenkenden Medikamente. Auch hier gilt: die Anwendung ist nur erlaubt, wenn Füße und Waden warm bzw. heiß sind!  Die Wickel werden alle paar Minuten erneuert, um wieder Wärme aufnehmen zu können, bis die Körpertemperatur sinkt. Wadenwickel eignen sich auch für die Anwendung bei Kindern.</p>
<p>Nun noch eine Anwendung für sehr motivierte, aber sehr geschwächte Personen, für die die bisherigen Anwendungen zu stark sind. Es gibt die Möglichkeit, im Bett liegend Waschungen durchzuführen. Dabei werden mit einem in kaltes Wasser getauchten und gut ausgewrungenem Waschlappen die Arme, Beine oder auch der Rumpf abgerieben. Man fährt dabei leicht mit dem feuchten Lappen über die Haut. Danach bleibt die Haut leicht feucht und wird rasch wieder von der noch warmen Bettdecke bedeckt. Wir beginnen die Anwendung erstmal nur an den Armen oder Beinen und beobachten den Effekt. Keinesfalls soll dadurch ein dauerhaftes Kältegefühl oder Frösteln entstehen.</p>
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<h3><strong>Durchführung der Warmreize</strong></h3>
<p>Kopfdampfbad: in einer Schüssel wird ein Löffel Kochsalz (ca. 1 Teelöffel pro Liter Wasser) mit kochendem Wasser übergossen. Zusätzlich können 3-5 Tropfen ätherischer Öle (Teebaumöl, Minzöl, …) zugegeben werden. Man setzt sich an einen Tisch, die Schüssel vor sich mit dem Kopf über der Schüssel. Darüber kommt ein großes Handtuch, um den Wasserdampf einzufangen. Anfangs bitte Vorsicht, dass Sie sich nicht verbrühen, es sollte zu Beginn der Anwendung noch ein wenig Frischluft zugelassen werden. Der Dampf sollte sich nun um den ganzen Kopf verteilen. Er wirkt sowohl durch das Einatmen direkt an den Schleimhäuten im Kopfbereich, aber auch äußerlich erwärmend an der Stirnhöhle, den Kieferhöhlen, an den Ohren bzw Gehörgängen, aber auch durch die Wärme entspannend auf die Nackenmuskeln.  Die Einwirkung wird so lange fortgesetzt, wie sie angenehm ist und kann auch mehrmals täglich wiederholt werden.</p>
<p>Heißes Fußbad: in eine ausreichend große Schüssel (Das Wasser sollte idealerweise bis unter die Knie reichen!) geben wir ca 33 Grad warmes Wasser und stellen die Füße hinein. Am bequemsten ist das Fußbad im Sitzen. Nun gießen wir alle 1-2 Minuten heißes Wasser dazu, sodass die Wassertemperatur im Verlauf einiger Minuten bis über 40 Grad ansteigt. Wenn wir uns gut durchgewärmt fühlen und evtl sogar beginnen leicht zu schwitzen, beenden wir das Fußbad. Da es entspannend und ermüdend wirkt, wendet man es am besten abends vor dem Schlafengehen an.</p>
<p>Lokale Wärmeanwendungen: eine Wärmflasche oder ein anderer Wärmeträger wie zum Beispiel ein Kirschkernkissen oder eine Heizdecke werden auf den betroffenen Bereich aufgelegt, bis dieser gut erwärmt ist. Dabei sollte zumindest bei Wärmflasche und Kirschkernkissen immer ein Handtuch zwischen der Wärmequelle und der Haut platziert werden, um Verbrennungen zu vermeiden. Vor Auflage bitte unbedingt Temperatur prüfen, im Zweifel die Wärmflasche noch etwas abkühlen lassen! Es gibt leider sehr viele Menschen mit rötlichen Wärmflasche-Mustern auf der Haut, die nie wieder weggehen!</p>
<p>Die Anwendung der heißen Rolle bleibt geschultem physiotherapeutischem Fachpersonal vorbehalten, da wegen der Verwendung von kochendem Wasser die Gefahr von Verbrennungen groß ist! Die Anwendung sollte jedoch in jeder physiotherapeutischen Praxis möglich sein.</p>
<p>Heißes Teil- oder Vollbad: ein Teilbad bedeutet, dass man nur im heißen Wasser sitzt, ein Vollbad, dass man bis zum Hals darin liegt. Vorsicht hier bei Kreislaufproblemen und Neigung zu niedrigem oder hohem Blutdruck. Wer ein Vollbad deshalb nicht verträgt, sollte besser lokale Wärmeanwendungen bevorzugen. Gerade bei akuten Erkältungskrankheiten rate ich wegen der Kollapsgefahr bei absinkendem Blutdruck durch das heiße Wasser von Vollbädern ab!</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Indikationen für Warmreize</strong></h3>
<p>Kopfdampfbad:</p>
<p>bei akuten Verkühlungen des Kopfes mit fehlender spontaner Wiedererwärmung, zum Beispiel nach längerer Wind- oder Kälteexposition. Dies kann zu einer lokalen Neuralgie des Trigeminus-Nervs oder anderer lokaler Hautnerven im Gesicht führen, was äusserst schmerzhaft sein kann. Ein baldiges Kopfdampfbad kann hier vorbeugend wirken. Auch kann es dadurch Erkältungen, Nebenhöhlenentzündungen und sogar Mittelohrentzündungen verhindern.</p>
<p>bei Erkältung mit Schnupfen kann es schleimlösend und abschwellend wirken und auch bei Nebenhöhlenentzündungen Schmerz lindern</p>
<p>bei Muskelverspannungen und Kältegefühl im Schultergürtel und Nackenbereich kann es entspannend wirken</p>
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<p>Heisses Fußbad:</p>
<p>bei beginnender Erkältung wärmt es sehr schön durch. Wenn man sich danach sofort und noch gut durchgewärmt ins Bett legt und ggf noch eine Tasse heißen Tee trinkt und lange schläft, verhindert das in vielen Fällen einen Erkältungsausbruch.</p>
<p>bei Einschlafstörungen, zur abendlichen Entspannung und abends chronisch kalten Füßen (überbrückend, bis die Kälteanwendungen funktionieren 😊)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Lokale Wärmeanwendungen bei:</p>
<p>schmerzhaften Verspannungen am Bewegungsapparat</p>
<p>Stresszuständen</p>
<p>Bauchkrämpfen</p>
<p>Blasenentzündung</p>
<p>Bronchitis (dann die Wärme aber am Rücken, nicht über dem Herz platzieren!)</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Indikationen für Kaltreize</strong></h3>
<p>Kaltreize an den Beinen bis zum Becken wirken langfristig beruhigend auf den Gesamtorganismus. Sie führen zu einer langsamen Steigerung des Parasympathikotonus und somit langfristig zu einer besseren Streßtoleranz.</p>
<p>Kaltreize an den Armen und am Oberkörper wirken eher belebend und erfrischend. Deshalb sind sie nur in geringer Intensität für Herzpatienten geeignet. Dann können sie aber zu einer Vertiefung der Atmung und einer besseren Kreislaufregulation führen und gerade funktionelle Herzbeschwerden günstig beeinflussen. Kaltreize am Oberkörper sind bei Lungenerkrankungen wie zum Beispiel chronische Bronchitis oder Asthma bronchiale ungeeignet, da sie zu plötzlichen Asthmaanfällen führen können. Armbäder oder Güsse können hier jedoch langsam hochdosiert zu einer Vertiefung der Atmung und Entspannung der Oberkörpermuskulatur führen.</p>
<p>Grundsätzlich sind Oberkörpergüsse sehr starke Reize und sollten anfangs nur in Form von Wechselgüssen angewendet werden. Hier bitte nicht die Wirkung einer „kalten Dusche“ mit der Wirkung eines Gusses vergleichen. Die Wirkung der Dusche ist sowohl durch den Perlator und die meistens nicht ausreichend tiefe Wassertemperatur nicht sehr stark im Vergleich zum „echten“ Guß.</p>
<p>Kaltreize an Armen und Beinen sollten nie gleichzeitig oder direkt nacheinander angewendet werden, es sollten mindestens 2 Stunden Abstand eingehalten werden, um die Wirkungen auf das vegetative Nervensystem nicht abzumildern.</p>
<p>Kaltreize am Unterkörper und den Beinen sollten von Frauen während der Monatsblutung nicht angewendet werden.</p>
<p>Die Waschungen im Bett eigen sich vor allem bei chronischen Erkrankungen, auch bei akuten fieberhaften Erkrankungen und bei zum Beispiel Post-Covid und Chronic Fatigue, wenn andere Reize zu stark sind.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wer die genannten Methoden gerne mal ausprobieren möchte, dann nichts wie los! Wer gerne nochmal eine praktische Anleitung erhalten möchte oder auch Tautreten oder Wassertreten in der Gruppe probieren möchte, sollte sich an seinen örtlichen Kneipp-Verein wenden. In fast jeder Region finden Sie einen Kneipp-Verein, der Kurse und Übungen zu den Wasseranwendungen anbietet.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.praxis-dr-miersch.de/die-heilsamen-kraefte-des-wassers/">Die heilsamen Kräfte des Wassers</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.praxis-dr-miersch.de">Privatpraxis Dr. med. Miersch</a>.</p>
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		<title>Wärmende Gewürze für den Winter: Tipps aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM)</title>
		<link>https://www.praxis-dr-miersch.de/waermende-gewuerze-fuer-den-winter-tipps-aus-der-traditionellen-chinesischen-medizin-tcm/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christine]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jan 2025 08:57:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[TCM]]></category>
		<category><![CDATA[Chinesische Medizin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Winter ist eine Zeit, in der unser Körper besonderen Schutz und Unterstützung benötigt. In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird der Winter als eine Phase der Ruhe und des&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.praxis-dr-miersch.de/waermende-gewuerze-fuer-den-winter-tipps-aus-der-traditionellen-chinesischen-medizin-tcm/">Wärmende Gewürze für den Winter: Tipps aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.praxis-dr-miersch.de">Privatpraxis Dr. med. Miersch</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Winter ist eine Zeit, in der unser Körper besonderen Schutz und Unterstützung benötigt. In der <a href="https://www.praxis-dr-miersch.de/tcm/">Traditionellen Chinesischen Medizin</a> (TCM) wird der Winter als eine Phase der Ruhe und des Rückzugs betrachtet, in der es wichtig ist, die innere Wärme zu fördern und das Qi (Lebensenergie) zu stärken. Eine der effektivsten Methoden, um dies zu erreichen, ist die Verwendung von wärmenden Gewürzen in der Ernährung. Innerhalb der TCM werden Nahrungsmittel nicht nur nach ihren Nährwerten, sondern auch nach ihren temperaturverändernden Eigenschaften und ihrer Wirkung auf verschiedene Funktionsbereiche (fünf Wandlungsphasen) eingeteilt. Diese Gewürze können Ihnen helfen, Ihr Wohlbefinden in der kalten Jahreszeit zu verbessern.</p>
<h2>Ingwer</h2>
<p>Ingwer ist eines der bekanntesten wärmenden Gewürze in der TCM. Er hat die Fähigkeit, die Durchblutung zu fördern und die Körpertemperatur zu erhöhen. Ingwer wird oft in Tees oder als Gewürz in warmen Gerichten verwendet. Er ist besonders hilfreich bei Erkältungen und kann das Immunsystem stärken. Auch wirkt Ingwer gegen Übelkeit und ist eine wunderbare Ergänzung zur winterlichen Küche.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Zimt</h2>
<p>Zimt ist ein weiteres hervorragendes wärmendes Gewürz, das in der TCM geschätzt wird. Er hat eine süße, wärmende Wirkung und wird häufig in winterlichen Gerichten und Getränken verwendet. Zimt kann die Verdauung fördern und den Blutzuckerspiegel regulieren, was besonders wichtig ist, um Heißhungerattacken in der kalten Jahreszeit zu vermeiden. Verwendet wird dabei die Zimtrinde, welche entweder gemahlen in die Gerichte gemischt oder als ganze Zimtstange in den Tee gestellt wird.</p>
<p>Bei einer beginnenden Erkältung mit Frösteln und kalten Füßen kann ein heißer Tee aus frischen Ingwerscheiben und Zimt den Körper durchwärmen und eine Erkältung möglicherweise verhindern. Der Effekt lässt sich durch Zugabe von Honig oder braunem Zucker verstärken, wobei darauf geachtet werden sollte, den Zucker sparsam zu verwenden.</p>
<h2>Nelken</h2>
<p>Nelken sind nicht nur aromatisch, sondern auch wärmend. Sie haben eine starke Wirkung auf das Yang-Qi, das für Wärme und Energie im Körper verantwortlich ist. Nelken können in Tees, Gebäck oder herzhaften Gerichten verwendet werden und sind besonders hilfreich bei der Linderung von Kälteempfindungen. Bereits im 3. Jahrhundert vor Christus wurden Nelken als Mittel gegen Mundgeruch am kaiserlichen Hof eingesetzt. Nelkenöl zeigt eine gute Wirkung bei Zahnschmerzen, wenn es direkt auf den schmerzenden Zahn getropft wird.</p>
<h2>Kreuzkümmel</h2>
<p>Kreuzkümmel hat eine wärmende Wirkung und wird oft in der indischen und nahöstlichen Küche verwendet. In der TCM wird er geschätzt, weil er die Verdauung unterstützt und das Qi anregt. Kreuzkümmel kann in Suppen, Eintöpfen und Currys verwendet werden, um den Körper von innen heraus zu wärmen.</p>
<h2>Pfeffer</h2>
<p>Bereits um 100 n. Chr. importierten die Chinesen schwarzen Pfeffer aus Java. Er hat eine sehr hohe Temperaturwirkung und einen scharfen Geschmack. In der TCM wird Pfeffer zur Schmerzstillung bei kältebedingten Bauchschmerzen und bei Appetitlosigkeit eingesetzt. Eine Rezeptur aus Ingwer und schwarzem Pfeffer kann gegen Übelkeit und Erbrechen helfen, indem frischer Ingwer leicht angedünstet, gemahlener schwarzer Pfeffer hinzugegeben und das Ganze mit Wasser aufgekocht und in kleinen Schlucken getrunken wird.</p>
<h2>Sternanis</h2>
<p>Sternanis gehört zu den Magnoliengewächsen und wird in China seit vielen Hundert Jahren angebaut. Seit dem 16. Jahrhundert wird er nach Europa exportiert. Sternanis wird in China zur Würzung von Tee, Suppen und Süßigkeiten verwendet und wirkt gegen kältebedingte Bauchschmerzen sowie Lumbalgien und „Schwellungen im Unterleib“. Sternanis ist ein Hauptbestandteil des 5-Düfte-Pulvers, das aus Sternanis, Nelken, Zimt, Szechuan-Pfeffer und Fenchelsamen besteht und in China in vielen Fleisch- und Gemüsegerichten verwendet wird.</p>
<h2>Muskatnuss</h2>
<p>Die getrockneten Samen des Muskatnussbaumes sind in China schon sehr viel länger als in Europa bekannt und werden dort vor allem als Arzneimittel eingesetzt. Muskatnuss hilft bei chronischem, kältebedingtem Durchfall, blockierter Verdauung und Appetitlosigkeit. Sie wirkt wärmend und stützt das Qi und Yang im Körper. Allerdings sollte Muskatnuss, wie auch die anderen vorgestellten Gewürze, nicht bei stark entzündlichen Zuständen eingesetzt werden, da sich die Beschwerden sonst verschlimmern könnten.</p>
<h2>Kardamom</h2>
<p>Kardamom ist in China ein beliebtes Gewürz, das die Verdauung unterstützt und Blähgefühle nach dem Essen lindert. Außerdem verleiht es Gerichten einen besonderen Geruch und Geschmack.</p>
<p>In westlichen Kulturen verwenden wir ebenfalls wärmende Gewürze wie Nelken, Zimt, Lorbeerblätter und Wacholderbeeren, insbesondere in kräftigen Wildgerichten. Wildfleisch hat in der chinesischen Ernährungslehre ebenfalls stark wärmende und das Yang-Qi stützende Eigenschaften und sollte am besten in der kalten Jahreszeit gegessen werden. Diese Ähnlichkeiten in den Ernährungsempfehlungen zeigen, wie universell die Prinzipien wärmender Gewürze sind.</p>
<p>Ein interessanter Fakt für Liebhaber von Zitrusfrüchten im Winter: Während die Schale von Orangen und Zitronen wärmende Eigenschaften besitzt, wirkt das Fruchtfleisch stark kühlend und sollte nicht im Übermaß verzehrt werden. Dies steht im Widerspruch zu westlichen Ernährungsempfehlungen, die eine reichliche Vitamin-C-Zufuhr im Winter propagieren. Alternativ können Kohl oder Paprika als Vitamin-C-Quellen genutzt werden. Oder genießen Sie frische saftige Orangen direkt nach einer warmen Mahlzeit, um den kühlenden Effekt abzumildern. Achten Sie auch darauf, dass das Vitamin C in Zitrusfrüchten hitzeempfindlich ist. Verwenden Sie daher den Saft nicht in kochendem Wasser. Stattdessen können Sie einen Tee aus Zimt und Ingwer trinken und anschließend eine Orange essen.</p>
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		<title>Winterbekleidung nach Kneipps Prinzipien: Gesundheit und Wohlbefinden fördern</title>
		<link>https://www.praxis-dr-miersch.de/winterbekleidung-nach-kneipps-prinzipien-gesundheit-und-wohlbefinden-foerdern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christine]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Jan 2025 10:17:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kneipp]]></category>
		<category><![CDATA[Kleidung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Pfarrer Sebastian Kneipp (1821–1897), bekannt für seine ganzheitlichen Gesundheitsansätze und sein Engagement für die Naturheilkunde, hatte auch klare Vorstellungen darüber, wie man sich im Winter angemessen kleiden sollte. Seine Empfehlungen&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Pfarrer Sebastian Kneipp (1821–1897), bekannt für seine ganzheitlichen Gesundheitsansätze und sein Engagement für die <a href="https://www.praxis-dr-miersch.de/naturheilverfahren/">Naturheilkunde</a>, hatte auch klare Vorstellungen darüber, wie man sich im Winter angemessen kleiden sollte. Seine Empfehlungen basieren auf der Überzeugung, dass die richtige Kleidung nicht nur vor Kälte schützt, sondern auch das Wohlbefinden und die Gesundheit fördert. In seinem Werk “Meine Wasserkur” beschreibt Pfarrer Kneipp in der Einleitung zur ersten Auflage ausführlich seine Empfehlungen für eine angemessene Winterkleidung (Sebastian Kneipp, Meine Wasserkur, So Sollt Ihr Leben, TRIAS-Verlag 9. Auflage 2018, ab S. 22).</p>
<h2><b>Schichtenprinzip</b></h2>
<p>Kneipp empfahl, sich in mehreren Schichten zu kleiden. Dies ermöglicht eine bessere Anpassung an wechselnde Temperaturen und Aktivitäten. Die Basis sollte aus einer atmungsaktiven Schicht bestehen, die Feuchtigkeit von der Haut ableitet. Darüber kann eine isolierende Schicht getragen werden, die Wärme speichert, gefolgt von einer wind- und wasserabweisenden äußeren Schicht. Wichtig ist, dass die Kleidung nicht zu eng anliegt, um eine wärmende Luftschicht zu erzeugen, aber auch nicht hermetisch abgeschlossen wird. Der Hals sollte nur leicht bedeckt bleiben, um Wärmestau zu verhindern. Ein häufiger Fehler ist, sehr warme Mützen, Schals und sehr dicke Jacken zu tragen und die Beine dünn zu bekleiden, was zu verstärktem Frieren an den Beinen führen kann. Dies entsteht, weil sich das Blut vor allem im gut isolierten Bereich anreichert und die Beine und Füße weniger durchblutet werden.</p>
<h2><b>Naturmaterialien</b></h2>
<p>Ein zentraler Punkt in Kneipps Ausführungen ist die Verwendung von Naturmaterialien. Wolle, Baumwolle und Leinen sind ideale Stoffe für die Winterkleidung. Wolle speichert Wärme und leitet Feuchtigkeit ab, während Baumwolle angenehm auf der Haut liegt und atmungsaktiv ist. Kneipp empfahl Leinenstoffe für die Unterbekleidung, da sie Feuchtigkeit gut aufnehmen und eine hautanregende Wirkung haben können. Heute wird Leinen eher im Sommer verwendet, aber der Grundsatz bleibt: Die Kleidung sollte keinen Wärmestau verursachen oder Schwitzen provozieren, was bei Synthetikstoffen passieren kann.</p>
<h2><b>Kopfbedeckung und Handschuhe</b></h2>
<p>Kneipp betonte auch die Bedeutung von Kopfbedeckungen und Handschuhen. Sie sollen empfindliche Körperteile schützen, aber nicht zu Hitzestaus führen. Bewegung spielt eine große Rolle: Früher bewegten sich die Menschen im Winter draußen und arbeiteten körperlich, was den Kreislauf in Schwung brachte. Heute fahren wir meist nur kurze Strecken zwischen geheizten Räumen. Deshalb sind dünne Kopfbedeckungen und leichte Handschuhe oft ausreichend. Eine gewisse Abhärtung der Hände z. B. durch kurzes, kaltes Händewaschen kann die Kältetoleranz verbessern, sofern die Durchblutung vorher gut angeregt wurde.</p>
<h2><b>Fußbekleidung</b></h2>
<p>Die Füße sind besonders kälteempfindlich. Kneipp empfahl daher, warme, gut isolierte Socken zu tragen und auf festes, wärmendes Schuhwerk zu achten. Die Schuhe sollten nicht zu eng sitzen, um eine isolierende Luftschicht zu ermöglichen. Besonders Nässe führt zu kalten Füßen und kann so Blasenentzündungen oder Erkältungen begünstigen. Barfußlaufen oder Tautreten im Sommer können die Füße abhärten und die Durchblutung steigern. Bewegung hilft, kalte Füße wieder zu erwärmen: Ein strammer Fußmarsch oder Treppensteigen wirkt oft Wunder.</p>
<h2><b>Bewegung und frische Luft</b></h2>
<p>Kneipp war ein großer Verfechter von Bewegung an der frischen Luft, auch im Winter. Regelmäßiger Aufenthalt im Freien stärkt die Abwehrkräfte. Dabei sollten wir unsere Kleidung der aktuellen Witterung anpassen, um sowohl Frieren als auch Schwitzen zu vermeiden.  In unseren gut geheizten Innenräumen sollten Mäntel, Jacken, Mützen und Schals sofort abgelegt werden, um Überhitzung und Schwitzen zu vermeiden. Wenig Bewegung kann Frieren begünstigen. Bewegte Pausen im Alltag wären sinnvoller zur Erwärmung geeignet, anstatt sich nur wärmer anzuziehen oder die Heizung hochzudrehen.</p>
<h2><b>Ideale Raumtemperatur</b></h2>
<p>Kneipp empfahl eine optimale Raumtemperatur von 16 bis 17 Grad, keinesfalls über 18 Grad. Diese Empfehlung ist jedoch im historischen Kontext zu sehen und kann für heutige Lebensumstände nicht gelten.  Eine Anekdote berichtet, dass Sebastian Kneipp in einem Holzhaus mit Lücken in den Wänden aufwuchs. Es kam im Winter regelmäßig vor, dass es hereinschneite und der Schnee auf der Bettdecke liegen blieb.</p>
<p>In der heutigen Zeit sollten wir aber auch darauf achten, unsere Räume nicht zu stark zu heizen, sondern Frieren vor allem durch ausreichend warme Kleidung und regelmässige Bewegung zu vermeiden. Auch wärmende Getränke können Frieren entgegenwirken. Der Schlafraum sollte ungeheizt bleiben, aber eine wärmere Decke kann hilfreich sein. Ich erinnere mich an einen jungen Patienten Anfang 20, der wegen sehr trockenen Nasenschleimhäuten und häufigen Infekten im Winter in meine Praxis kam. Beim Gespräch stellte sich heraus, dass er nachts so stark fror, dass er in einem gut beheizten Raum und zusätzlich dicker Bettdecke schlief. Leider hatte er kein Verständnis für meine Empfehlungen, tagsüber den Kreislauf zu trainieren, um nachts weniger zu frieren. Sonst hätte er bald nachts die Heizung abdrehen können, was seinen trockenen Schleimhäuten sicherlich geholfen hätte.</p>
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		<title>Gesund und leicht ins neue Jahr</title>
		<link>https://www.praxis-dr-miersch.de/gesund-und-leicht-ins-neue-jahr/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christine]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Jan 2025 10:03:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[TCM]]></category>
		<category><![CDATA[Chinesische Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Gewürze]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Januar ist der beste Zeitpunkt, um die gefassten guten Vorsätze umzusetzen und auch, um den Körper nach den Feiertagen zu entlasten. In der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) und auch&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.praxis-dr-miersch.de/gesund-und-leicht-ins-neue-jahr/">Gesund und leicht ins neue Jahr</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.praxis-dr-miersch.de">Privatpraxis Dr. med. Miersch</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Januar ist der beste Zeitpunkt, um die gefassten guten Vorsätze umzusetzen und auch, um den Körper nach den Feiertagen zu entlasten. In der <a href="https://www.praxis-dr-miersch.de/tcm/">traditionellen chinesischen Medizin</a> (TCM) und auch in der westlichen Naturheilkunde  spielt die stoffliche Ausleitung eine zentrale Rolle, um den gesamten Organismus von überflüssigen Stoffen zu befreien und die Bahnen wieder durchgängig zu machen. Damit fließt unsere Lebensenergie Qi wieder besser oder, anders ausgedrückt, kann unser Stoffwechsel wieder effektiver arbeiten. In diesem Artikel möchte ich Ihnen ein paar sehr einfache Strategien vorstellen, die einen gesunden Start ins Neue Jahr unterstützen.</p>
<p>Meistens sind wir nach einem stressigen und turbulenten Dezember froh, uns über die Feiertage auszuruhen und Kraft für das Neue Jahr zu sammeln. Doch die meisten stellen viel zu hohe Erwartungen an die Zeit „zwischen den Jahren“ und stellen fest, dass die paar Tage Erholung am Ende eines oft ereignisreichen Jahres nicht ausreichen, um topfit ins Neue Jahr zu starten. Zudem haben wir über die Feiertage meistens ein paar Kalorien zu viel genossen, die nun am Hosenbund zwicken.</p>
<p>Beginnen wir mit den Empfehlungen zur stofflichen Entlastung. Damit ist gemeint, dass sich in jedem Organismus über die Zeit Stoffwechselprodukte ablagern, die nicht ausgeschieden werden und die Stoffwechselwege blockieren. Dafür sorgt der regelmäßige Nachschub durch ungesundes Essen, zu häufige Mahlzeiten und zu wenig Abbau durch zu wenig körperliche Aktivität.</p>
<p>Beim Essen zählt sowohl die Zusammensetzung der eingenommenen Nahrungsmittel, aber auch die Atmosphäre während der Mahlzeiten. Kann ich mich auf die Mahlzeiten konzentrieren, in Ruhe und ohne Hektik essen? Wenn nicht, kann die Verdauung nicht ordnungsgemäß ablaufen und es entstehen „trübe Säfte“, wie es die TCM bildlich ausdrückt. Diese lagern sich in den Zellen und dem Zwischenzellraum ab und behindern die dortigen Stoffwechselvorgänge. Alles wird langsamer, träger und benötigt mehr Energie. Als erste Maßnahme sollte also die Entstehung solcher „trüben Säfte“, bei uns umgangssprachlich auch Schlackenstoffe genannt, verhindert werden. Sonst nützt uns die ganze Ausleitung nichts, wenn sofort wieder neue entstehen.</p>
<h3>1. Vermeidung von neuen „trüben Säften“</h3>
<p>Die Zusammensetzung der Nahrungsmittel ist für unsere Gesundheit von entscheidender Bedeutung. Dafür gibt es zahllose Empfehlungen. Als Basis ist wichtig, dass die Nahrungsmittel nahrhaft sind, also ausreichend Kohlehydrate, Eiweiße und Fette, aber auch Vitamine und andere Spurenelemente liefern.  Wir in Deutschland leben in einer Überflußgesellschaft, wo kaum jemand zu wenige Kalorien zu sich nimmt, andere Nährstoffe jedoch oft zu wenig zugeführt werden. Deshalb sollten wir auf eine kalorienarme und vitaminreiche Ernährung achten. Essen wir zu viele Kalorien in Form von Fett oder Kohlehydrate, können diese zu trüben Säften werden.  Langsames und bewusstes Essen begünstigt ein natürliches Sättigungsgefühl und verhindert zu große Mahlzeiten.</p>
<p>Auch zu häufige Mahlzeiten führen zur Entstehung von Schlackenstoffen, da die Verdauungsorgane zwischendurch Pausen benötigen, vor allem auch nachts. Aus der Diabetesforschung wissen wir, dass 5 Stunden Pause zwischen den Mahlzeiten unserer Bauchspeicheldrüse ausreichend Zeit zur Regeneration lässt.  Dann können ausreichend Verdauungsenzyme in den Darm und Insulin ins Blut abgegeben werden, um die Nahrung aufzuspalten und die Glucose aus dem Blut in die Zellen zu befördern.  Auch sollte das Abendessen nicht zu üppig ausfallen und spätestens 2-3 Stunden vor dem Zubettgehen erfolgen, da nachts die Verdauung verlangsamt abläuft und nicht verdaute Nahrungsreste im Magen und Darm liegenbleiben und gären können. Die TCM hat sehr ähnliche Empfehlungen, drückt diese nur anders aus.</p>
<p>Auch kann die Einnahme von Apfelessig zum Abnehmen eingesetzt werden. Apfelessig verlangsamt nachweislich die Verdauung und führt dadurch zu niedrigeren Blutzuckerspiegeln. Die Kalorien fluten nicht mehr plötzlich an, sondern allmählich, was einen sehr positiven Effekt auf den Zuckerstoffwechsel hat, auch oder gerade bei Diabetikern. Bei längerer Anwendung zeigten sich positive Effekte auf den HbA1c. Dabei kann der Apfelessig morgens, mittags oder abends zu den Mahlzeiten eingenommen werden. In den vorliegenden Studien wir die Menge von 2 Teelöffeln bis zu 2 Eßlöffeln pro Dosis in einem Glas mit lauwarmem Wasser verrührt und vor dem Essen getrunken.</p>
<p>Diese einfachen Empfehlungen helfen enorm, den Stoffwechsel zu entlasten.</p>
<h3>2. Abbau und Ausleitung der „trüben Säfte“</h3>
<p>Wie werden wir nun die Stoffwechselschlacken wieder los, die sich in uns allen angesammelt haben? Eine effektive Möglichkeit dafür wäre das Basenfasten. Da dies jedoch Zeit und Muße benötigt, ist der Jahresanfang bei den meisten Menschen ein eher ungeeigneter Zeitpunkt dafür.</p>
<p>Die folgenden Methoden sind geeignet, die Menge an trüben Säften zu reduzieren, aber eher durch Abbau und nicht durch Ausleitung.</p>
<p>Im Januar würde ich eher eine Fastenkur „light“ empfehlen. Inzwischen kennt sicherlich jeder den Begriff des Intervallfastens. Dies ist eine sehr gute Möglichkeit, ohne großen Aufwand die stofflichen Belastungen loszuwerden. Bekommt unser Organismus nämlich mehr als 12 Stunden keine Kalorien, verdaut er die „herumliegenden“ Reststoffe, nämlich unsere „trüben Säfte“. Dabei entstehen unter anderem sehr positive Effekte auf die Gelenke, den Zuckerstoffwechsel, aber auch durch die eingesparten Kalorien der ausgelassenen Mahlzeit auf unser Körpergewicht. Dabei kann jeder selbst entscheiden, wie er vorgehen möchte und kann.</p>
<p>Als Einstieg empfehle ich, an zwei Tagen in der Woche, die nicht direkt hintereinander liegen, das Abendessen ausfallen zu lassen. Streß durch zu großen Hunger führt jedoch durch die Ausschüttung von Streßhormonen zur Behinderung der Gewichtsabnahme. Um Hunger am Abend zu vermeiden, könnte das Mittagessen spät eingenommen werden oder ca. 17 Uhr noch eine sättigende aber kalorienarme Kleinigkeit gegessen werden. Kalorienfreie Getränke am Abend sind erlaubt, zum Beispiel ein ungesüßter Kräutertee.</p>
<p>Das Intervallfasten hat auch einen phantastischen Effekt auf den Blutzucker und ist für Diabetiker sehr gut geeignet, den Blutzucker zu senken. Sollten Sie insulin-pflichtig sein oder andere Medikamente mit Hypoglykämiegefahr einnehmen, besprechen Sie das Intervallfasten für Ihren Fall bitte erst mit Ihrem Hausarzt oder Diabetologen, um Hypoglykämien zu vermeiden.</p>
<p>Damit haben Sie dann zweimal in der Woche ein mindestens ein 14-stündiges Zeitfenster, in welchem keine Kalorien zugeführt werden und der Körper sich an den vorhandenen Depots bedient. Das sind sowohl die Schlackenstoffe, als auch unsere Fettdepots. Sollten Sie nicht so stark unter abendlichem Hunger leiden, können Sie die Anzahl der Fastenabende und oder die Stunden des Fastens ausdehnen.</p>
<p>Da aber bei verminderter Kalorienzufuhr der Körper versucht, Kalorien einzusparen, muss, um eine Gewichtsabnahme zu erreichen, der Kalorienverbrauch ebenfalls erhöht werden. Dafür eignen sich entweder ein regelmäßiges Krafttraining der großen Muskelgruppen, da die neu entstandenen Muskeln auch wieder Kalorien für den Grundumsatz benötigen, oder ein Ausdauertraining mehrmals die Woche, um dadurch Kalorien direkt zu verbrennen. Weil wir aber im Neuen Jahr dazu neigen, viel zu schnell beste Ergebnisse erreichen wollen, neigen wir dazu, uns zu viel auf einmal vorzunehmen. Sinnvoller und effektiver wäre es, sich einen realistischen Trainingsplan zu erstellen und diesen dann langsam entsprechend dem eigenen Fitnesslevel zu starten. Dabei ist das Durchhalten wichtiger als schnelle Effekte in den ersten 4 Wochen!</p>
<p>Nun kommen wir zum Begriff und der Methode der Ausleitung. Tatsächlich können „trübe Säfte“ über die Haut und Schleimhäute von Nase und Bronchien, den Darm und die Nieren ausgeschieden werden. Dabei handelt es sich meistens um Eiweißprodukte, die im Stoffwechsel entstanden sind und nicht anderweitig verwendet werden. Auch Säuren, die im Stoffwechsel entstanden sind, werden über diesen Weg ausgeschieden, zumeist über die Nieren und den Darm. Diese Ausscheidung passiert täglich und von selbst.</p>
<p>Um eine aktive Ausleitung anzuregen, benötigt man spezielle Pflanzen, die die Aktivität von Darm und Nieren anregen. Dafür sind westliche Arzneikräuter hilfreich, die die Tätigkeit dieser Organe anregt. Hierzu eignen sich vor allem die Brennnessel, Birkenblätter, Melisse, Ringelblume, Walnussblätter und Schafgarbe. Entsprechende Teemischungen sind im Handel erhältlich. Sie eignen sich zur Unterstützung einer Stoffwechselreinigung und sollten über mehrere Wochen regelmäßig getrunken werden. Für eine allgemeine „Frühjahrskur“ sind die heimischen Kräuter sehr gut geeignet und können gefahrlos selbständig verwendet werden.</p>
<p>Für hartnäckige Schlackenstoffe, die sich bereits in tieferen Schichten oder größeren Mengen abgelagert haben, reicht diese Form der Trinkkur meist nicht mehr aus. Dann kommen spezielle Pflanzenmischungen aus dem Erfahrungsschatz der TCM zum Einsatz. Dies sollte jedoch in der Hand eines erfahrenen TCM-Therapeuten geschehen, um Nebenwirkungen und Fehlverläufe zu vermeiden.</p>
<p>Sind die „trüben Säfte“ entfernt, laufen die Stoffwechselvorgänge leichter und müheloser ab, was uns mehr Energie verleiht. Alles geht leichter von der Hand, wir sind weniger müde und brauchen vielleicht auch weniger Schlaf.</p>
<h3>3. Übertragung auf Seele und Geist</h3>
<p>Bisher hat sich der Artikel mit den stofflichen Ansammlungen und deren Beseitigung beschäftigt. Was ist aber nun mit den seelischen und geistigen „Schlacken“? Auch solche gibt es und sie sind weit verbreitet. Wer kennt nicht das Gedankenkreisen, ohne zu einem Entschluss zu kommen? Oder die fehlende Verbindung zu unserem tiefen inneren Empfinden? Beides kann mit „trüben Säften“ zusammenhängen und sollte baldmöglichst bereinigt werden, um weitere Fehlentwicklungen zu vermeiden. Hier müssen wir jedoch anders vorgehen als bei den materiellen Ansammlungen. Allerdings kann eine körperliche Entlastung von Schlackenstoffen auch unserem Geist und unserer Seele gut tun, da wir dadurch mehr Energie zur Verfügung haben.</p>
<p>Zusätzlich hilft es, unseren Geist im meistens hektischen Alltag Ruhepausen zu gönnen. Diese sollten aktiv zur Streßbewältigung genutzt werden. Hilfreich sind vor allem ruhige Bewegungstechniken wie zum Beispiel Qi Gong, eine alte chinesische Gymnastikmethode. Durch ruhige Bewegungen wird der beschleunigte Qi-Fluß beruhigt und ein zu träges Qi angeregt. Durch den harmonisierten Qi-Fluß entsteht oft eine überraschende innere Klarheit. Lösungen für lange gewälzte Probleme liegen plötzlich auf der Hand. Eine andere Methode wären ruhige Spaziergänge in der Natur, die nicht für angeregte Diskussionen, sondern zur inneren Einkehr genutzt werden. Denn durch die körperliche Bewegung entsteht oft auch Bewegung im Inneren, die den Qi-Fluß harmonisieren kann.</p>
<p>Als Januartip für Seele und Geist bitte ich Sie noch um einen Gefallen: bitte nehmen Sie sich realistische und erreichbare Ziele vor, deren Umsetzung nicht noch mehr Streß in Ihren Alltag bringen! Die Umsetzung sollte bereits zu einer Entspannung und Verbesserung Ihrer Lebensfreude führen! Wie viele Patienten habe ich schon beobachtet, die sich beim Wunsch nach besserer Fitness durch übertriebene Trainingspläne oder sehr aufwändige Diäten mit ausgefallenen Zutaten und zeitraubenden Zubereitungsmethoden völlig übernommen haben und an Ende weniger Energie hatten als zuvor.</p>
<p>Die Beseitigung von Schlackenstoffen ist ein wesentlicher Bestandteil eines gesunden Lebensstils, insbesondere zum Jahresanfang. Nutzen Sie die oben genannten, leicht in den Alltag integrierbaren Ansätze, um das Neue Jahr energiegeladener und leichter zu beginnen! Die genannten Methoden sind bis auf die Trinkkur nicht zeitlich begrenzt und können gefahrlos über das ganze Jahr fortgesetzt werden. Die Trinkkur sollte wegen einer möglichen zu starken Entwässerung nur 4 bis 6 Wochen am Stück angewendet und für mehrere Monate unterbrochen werden.</p>
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